Freiwillige Feuerwehr Betzenweiler

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Bericht KFV Biberach

Drucken PDF

Tagesseminar mit Verbandsversammlung

Der 48. Verbandsversammlung, die in Betzenweiler im Rahmen eines Tagesseminars abgehalten wurde, ging ein informativer Vormittag voraus, der mit einer Kommandantendienstversammlung begann. KBM Michael Reitter informierte die anwesenden Kommandanten, Stellvertreter und Kreisausbilder über die Standardregeln bei technischen Hilfeeinsätzen. Dabei legte er Wert auf den geordneten und übersichtlichen Ablauf des Einsatzes unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Im weiteren Verlauf unterrichtete er die Feuerwehrverantwortlichen über Neuerungen im Ausbildungsbereich, über die Fortschritte bei der Einführung des Digitalfunks und erläuterte den neuen Funkrufnamenplan. Bei der Präsentation der aktuellen Statistik ging er besonders auf die Ausbildungssituation ein und zeigte sich zufrieden mit der verbesserten Situation im Atemschutzbereich. In über 2000 Einsätzen hätte sich die Zusammenarbeit zwischen den Wehren, den Rettungsdiensten und der Polizei wiederum gut bewährt.
Willi Städele, Kdt. der Feuerwehr Warthausen erläuterte im Anschluss daran sein Konzept für die Brandschutzerziehung während Michael Morlock von der Firma Selectric Lösungen für den Übergang vom Analog- zum Digitalfunk präsentierte.


Fünf Vertreter der Notfallseelsorge stellten ihre Arbeit und insbesondere die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren vor, wobei deutlich wurde, dass die Integration der Notfallseelsorger in die Feuerwehren gut gelungen sei und die Kooperation bei den Einsätzen bestens funktioniere.

Ausführlich berichtete Paul Sontheimer, Leiter des ASB-Rettungshundezugs über sein Aufgabengebiet und erläuterte die Ausbildung von Mannschaft und Hunden zu einem Team. Aus seinem Bericht wurde schnell klar, welche Fähigkeiten die ausgebildeten Hunde besitzen, ersetzen sie doch bei Tag 100 und bei Nacht 50 Feuerwehrangehörige bei der Suche nach vermissten Personen.

Sicherheit für die Feuerwehr, unter dieses Motto stellte Frank Obergöker von der Unfallkasse Baden-Württemberg seinen Vortrag und erläuterte an verschiedenen Beispielen, in welchen Fällen die Versicherung einspringt. Im Übrigen könne jeder selbst zu seiner Sicherheit beitragen und somit Unfälle verhindern: Durch Beachtung der UVV, gute Ausbildung, sicheres Gerät und besonders auch mit Fitness und Gesundheit sei man auf der sicheren Seite.

Zur eigentlichen Verbandsversammlung, die vom Spielmannszug der Biberacher Feuerwehr eröffnet wurde, konnte Vorsitzender Klaus Merz auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen, unter ihnen Landrat Dr. Heiko Schmid, Präsident Peter Schneider MdL, Josef Rief MdB, den Feuerwehrarzt Dr. Dietmar Wetterau und den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Franz Romer. In seinem Bericht ging der Vorsitzende auf die erfolgreiche Zusammenarbeit unter den oberschwäbischen Kreisfeuerwehrverbänden ein und lobte den guten Draht nach Stuttgart. Er freue sich darüber, dass das Ansehen der Feuerwehren nach wie vor einen hohen Stellenwert habe, die Personalfrage im Landkreis kein akutes Thema sei und die Jugendfeuerwehr eine gute Akzeptanz finde. Dies sei auch wichtig, meinte Merz, denn für die Zukunft sei ein guter Personalbestand wichtig für die immer schwieriger werdende Tagesverfügbarkeit. An die Politik appellierte er, Rauchmelder per Gesetz vorzuschreiben, hätten sie sich doch in vielen Fällen als Lebensretter erwiesen.
Nach der Vorstellung der Gemeinde Betzenweiler und seiner Feuerwehr durch Bürgermeister Dietmar Rehm und Kommandant Walter Gresser bekräftigte Landrat Dr. Heiko Schmid die Notwendigkeit der Feuerwehren: Auf die Katastrophe in Japan blickend, fragte er: „Was wäre, wenn es die Feuerwehren nicht gäbe“? Er sprach sich für die Notwendigkeit der Ortswehren aus, die über unentbehrliche Kenntnisse verfügen und den Erstangriff in Gang setzen bis die Spezialkräfte eintreffen. Er dankte allen Feuerwehrangehörigen für ihre gute Arbeit im vergangenen Jahr, gab es doch über 2000 Einsätze zu bewältigen. Auch die Jugendlichen hätten gerade im ländlichen Raum eine hervorragende Möglichkeit der Verwirklichung in den Jugendfeuerwehren.

Peter Schneider, Präsident der Sparkassenversicherung und Abgeordneter des Landtags zollte der guten Kooperation der oberschwäbischen Feuerwehrverbände hohes Lob, und
die solide finanzielle Unterstützung durch das Land sei auch dem Landkreis Biberach in hohem Maße zu gute gekommen. Eine klare Absage erteilte er Bestrebungen, die Landkreise abschaffen zu wollen: Die bewährte Struktur wirke sich dann auch auf die Feuerwehren und Feuerwehrverbände aus und gefährde den momentanen Bestand. Dann wäre nichts mehr so, wie es jetzt ist, meinte Schneider.

Geschäftsführer Alfons Christ ließ die Ereignisse des vergangenen Jahres noch einmal in Wort und Bild Revue passieren, während Kassier Florian Hofmann ein eher düsteres Bild der Finanzen zeichnete.

Nach den Worten von Kreisstabführer Alexander Heiter hätten die 144 Musikerinnen und Musiker aus den drei Spielmannszügen wieder zahlreiche öffentliche Auftritte absolviert. Diese gute Öffentlichkeitsarbeit sei nur durch zahlreiche Übungsstunden und viel Engagement möglich gewesen.

In den 74 Altersabteilungen mit 960 Senioren werde im jährlichen Ablauf einiges geboten, berichtete Kreisobmann Anton Miller und der gemeinsame Ausflug nach Friedrichshafen sei bei allen Beteiligten gut angekommen. Auch in den Jugendfeuerwehren laufe es insgesamt gut, betonte Kreisjugendleiter Klaus Merk. In 47 Jugendgruppen sind 744 Jugendliche integriert, wobei der Mädchenanteil inzwischen bei 14% liegt. Die Zahl derer, welche die Ausbildung abbrechen scheint leicht zu steigen, wobei meist schulische, bzw. berufliche Gründe vorliegen. Ansonsten würde den Jugendlichen ein interessantes Programm geboten, das Austritte eigentlich nicht rechtfertigen dürfte, berichtete der Kreisjugendleiter.
Übrigens wurde Klaus Merk für seine Verdienste um die Jugendfeuerwehr bereits am Vorabend mit der Ehrenspange in Bronze ausgezeichnet.

Für besondere Verdienste in der Ausschussarbeit wurden Walter Breimaier und Berthold Rieger mit der Ehrenspange des KFV in Bronze ausgezeichnet, während Klaus Bader für seine 25-jährige Mitgliedschaft im Verband, verbunden mit langjähriger Kassiertätigkeit ein ganz besonderes Geschenk in Empfang nehmen konnte, eine Reise nach Hamburg mit Besuch der Miniwelt.
Walter Hörmann, langjähriger Stabführer des Spielmannszuges Ochsenhausen und sein Zugführer Freddy Anderer wurden für die Verdienste um die Feuerwehrmusik mit der Ehrenspange in Gold bzw. Silber ausgezeichnet.

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Biberach, Alfons Christ www.kfv-biberach.de